Naive Kunst / Bild /Pastell figurativ:  Bubi, der Sonnenanbeter

                                  Ich finde, es ist höchste Zeit für eine Hundegeschichte.

Ich liebe Tiere. Alle. Das heisst, die Einen mehr und die Anderen weniger. Mit die Einen meine ich Haustiere, Nutztiere, Vögel, Fische, Insekten......einfach Alle die unseren einzigartigen Planeten bereichern, uns Nahrung geben, uns im Herzen erfreuen und uns in der Seele berühren. Viele von ihrer Art bevölkerten unseren Planeten schon, als der Mensch noch im Froschteich dümpelte. Sie zu respektieren und zu schützen erachte ich als Pflicht, 

wenn man ein Mensch ist, der ein Gewissen hat.

Mit den Anderen meine ich die Flöhe, Zecken und Milben meiner Hunde und Katzen und auch im Garten schätze ich Schnecken, giftige Spinnen, Skorpione und Schlangen nicht besonders. In Spanien hat man solche Gesellen.

Aber auch die sind Mitbewohner dieses Planeten, erfüllen ihren Zweck und auch sie sind zu respektieren.

Mein erster Hund hatte ein schwarzes Kunstfell, er sah aus wie ein Pudel und er hatte braune Glasaugen. Er konnte stehen und sitzen. Er bekam täglich Wasser und ein Stückchen Brot von mir. Zur Belohnung hörte er sich geduldig meine Kinder  - Sorgen an. Zu meinem 11 Geburtstag bekam ich ihn " in Echt ".

Seitdem  gehören Hunde zu meinem Leben.                                                                                                                                                                                                                                                          Besteht unser Leben aus aneinandergereihten Zufällen, oder ist jedem einzelnen Mensch sein Schicksal im " grossen goldenen Buch " geschrieben ?

                                                                                                                  Wer weiss das schon genau......? !

Mein Schicksal war es, dass unser Häuschen in der Schweiz, 10 Autominuten von einem Tierheim entfernt war. Eines Tages konnten wir nicht mehr dran vorbeifahren.

Die Frauen und Männer die sich aus Ueberzeugung für eine gute und notwendige Sache, sich mit viel Herzblut engagierten, beeindruckten uns. Fortan beschlossen wir,

unsere zukünftigen Tiere im Tierheim zu holen und den Tierschutz zu unterstützen.                                                                                                                                                                                                                                                          Genau diesem Gedanken soll meine Kunst zu Gute kommen.

Nun standen mein Mann und ich in eben diesem Tierheim um uns einen zweiten Hund in unser " Familien Rudel " zu holen. Wir hatten keine genaue Vorstellung was es sein sollte. Bei mir gibt es sowieso nur eine Methode:  entweder schlägt der Blitz ein, oder nicht !

In der Abteilung für " Hoffnungslose Fälle " sah ich ihn. Apathisch lag er in einer Ecke. Er war nur noch Haut und Knochen. Die Pflegerin erzählte mir seine Geschichte:

Eine Deutsche Urlauberin und Tierschützerin entdeckte auf Mallorca einen düsteren halb verfallenen Stall mit 12 Galgos drin. Abgemagert, mit Bisswunden, verängstigt und verdreckt......einfach zum kotzen !  ( sorry ) Dank ihrem Engagement und ihrer Hartnäckigkeit, konnte sie diese 12 Galgos nach Deutschland mitnehmen. Drei von diesen Hunden landeten in diesem Tierheim. Zwei fanden ein Zuhause auf einem Reiter Gut in Genf. Der Dritte, wollte nicht mehr fressen und die Pfleger befürchteten das Schlimmste. Ich ging an sein Gehege und ich begann mit ihm zu sprechen. Er hob den Kopf. Plötzlich stand er auf, kam ans Gehege, leckte mir die Hand und zwei traurige, bernsteingelbe Hundeaugen blickten mich an.

                                                                                 " Der Blitz hatte eingeschlagen; und wie. Ich schmolz dahin wie ein Butterberg !

Wir adoptierten ihn. Unsere ältere Hündin gab ihm zu verstehen, dass sie die Chefin war. Fertig. Für ihn war sowieso alles neu. Er kannte nur seinen dunklen Stall, von seinen Galgo - Kollegen gebissen zu werden, Hunger, Durst und Schläge. Jetzt hatte er ein weiches Hundebett, Wasser, Futter, ein Haus mit Garten und eine 

" Hunde Mama " die ihn aufpäppelte. Zum Glück ist mein Mann genauso tierlieb und nicht eifersüchtig. Er wurde mein Liebling. Mein Bubi. Mein Stinker. Mein Käfer.

Mein Schnaddeler.....wir waren uns Seelenverwandt.

                                                                                             Unser Hunde - Bubi kannte nichts und konnte nichts.

                                                                                                                      Aber er lernte schnell.

Indem er alles ableckte und anknabberte entdeckte er Schritt für Schritt die Möbel, Teppiche, die Schuhe und den Garten. Das Futter verschwand blitzartig und kehrte man der Küche den Rücken zu, so machte er schnell den Kontrollgang......im Garten plünderte er die Vogelhäuschen und schnell wie eine Nähmaschine konnte er in meinen Blumenbeete Löcher graben.....Das war der Beginn unserer Gartenzäune. Aber dies ist eine andere Geschichte......!  Bei den täglichen Spaziergängen trippelte er brav neben uns her. Obwohl er unsere Hündin herumrennen sah, rannte er nicht. Er wusste nicht, das er das auch konnte ! Wie hätte er das in seinem engen Stall auch lernen sollen. Also, rannte ich mit ihm. Anfänglich ging das zögerlich. Dann brannte das neue Lebensgefühl mit ihm durch. Er rannte wie ein Verrückter. Er musste lernen, das man nicht Bäume überrennen kann und das Baumäste Schrammen verursachen. Mein Verbandskasten war ständig " in Bereitschaft ". Er musste auch lernen, das man beim Rennen die Brücke über den Bach nicht verpasst, weil er sonst bis zum Hals im kalten Wasser stand und dort ausharrte wie eine Salzsäule....

Schnell hatte er mein antikes Sofa erobert. Aber ich eroberte es wieder zurück, indem wir ihm ein Kinderbett vom Flohmarkt hinstellten. Auch der angeknabberte Orientteppich wurde sein Eigentum. Genüsslich nahm er in unserem Garten oder im Urlaub darauf sein Sonnenbad......Ja, ja, so verrückt kann man werden , wenn man auf den Hund oder besser gesagt, auf den "  Galgo " kommt !

 

Die Beschreibung zu diesem Bild und die Preisangabe findet ihr in     Shop/ NaiveKunst /Bilder

" Bubi " liebte das Wasser und er konnte

recht gut schwimmen. Eine Seltenheit bei einem Sonnen hungrigen und Wärme liebenden Windhund.


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