Neo - Primitive Kunst /Acryl figurativ: Paul Klee mit Bimbo

Paul Klee mit Bimbo. Der zweite Bilder Titel ist: Zwei nächtliche Philosophen.

Auch Paul Klee gehört zu meinen " Vorbilder und Lehrmeister ". Klees Kunst zu studieren, zu erspüren und zu begreifen ist nicht einfach. Jedenfalls nicht für mich. Vielleicht interessiert es euch, wie ich mein " Autodidaktes Studium der Malerei " aufgebaut habe. Durch Bücher.

Klar, ihr lacht und denkt wahrscheinlich, das ist wieder " eine Nostalgie - Tanten - Methode ". Genauuu, und was für eine Schöne ! !

Logisch, auch ich habe in der Zwischenzeit die Technik entdeckt, mit ihren Vor und Nachteilen. M u s s man ja, sonst kommt man in dieser 

" kalten Techno - Welt " unter die Räder........Aber es ist nun mal so, ich bin ein sinnlicher Mensch und ich gebe mir die grösste Mühe, das ich es bleibe ! !

Durch die Beobachtung der Natur, durch die Beobachtung der Menschen, durch die Studien zahlreicher Bilder in Museen, durch meine Malerei und nicht Zuletzt durch meine Hunde und Katzen, habe ich gelernt meine Sinne zu schärfen. Oder wie es seiner Zeit der bekannte Kunsthändler Sigfried Rosengart zu pflegen sagte;  man muss lernen die Augen zu wetzen ! Das ist den meisten Menschen abhanden gekommen und sie sind " erblindet ". Warum ?

Ganz einfach, weil ihre Reize überflutet sind. Von morgens bis abends am Computer, am Handy, am 24 Stunden TV-Programm, berieselt oder zugedröhnt mit Musik, an jeder Hausecke ein Event, grelle und blinkende Werbung an den Hauswänden, wenn das noch nicht reicht, so inszeniert man eine Light Show an einem Gebäude oder einer Bergwand. Ach ja, mit dem Laser kann man ja noch im Himmel herum fuchteln......Ich sage nur ein Satz: auf der Welt tobt der Wahnsinn ! ! !

Leute, ich sage euch, als ich noch in der Schweiz lebte, hatte ich mein Bücher Antiquariat. Und wisst ihr was, das war genau gegenüber von meinem Arbeitsplatz. Super !

Immer wenn bei mir eine Patientenbehandlung anuliert wurde, war ich gar nicht so unglücklich. Pssst, aber nicht weiter sagen. Ich schmiss meine weisse Berufskleidung in eine Ecke, rein in die Jeans, T - Shirt über den Kopf, ein Griff in meine Kasse, ich beklaute mich ja selber.........und ab über die Strasse zu meinem Antiquar. Der Antiquar, ein pensionierter Lehrer, war eine " Institution und ein Original ". Sein Reich war auf zwei Etagen im Untergeschoss eines Geschäftshauses. Vollgestopft mit Bücher von A bis Z . Mein Herz begann regelmässig zu frohlocken. Es war mir, als käme ich in's himmlische Bücher - Paradies......

Es müffelte und es roch nach Papier und Bücher. Der ganze Raum war manchmal von lauter klassischer Musik erfüllt. Gegenüber dem Eingang sass mittendrin mein Antiquar an seinem grossen alten Schreibtisch. Wo man hinschaute: Bücher....!  Gestapelt auf dem Schreibtisch, um ihn herum in Kisten. Was er neu geliefert bekam, manchmal ganze Sammlungen, wurde von ihm sortiert und begutachtet. Was er nicht gebrauchen konnte flog in hohem Bogen auf den Boden. Er liebte diese Arbeit. Oft standen im " die Haare zu Berge " , seine Augen leuchteten und er sang oder pfiff zu seiner klassischen Musik. Wir waren " Seelenverwandt ".......

Er nickte mir jeweils freundlich zu und sagte zu mir: " suchst du wieder Kunst Bücher ? " Ich lächelte ihn an und verschwand zielstrebig in meiner " Kunst - Ecke ". Schnell waren meine zwei Taschen gefüllt. Und jedes Mal wendete ich meinen " Künstler - Trick " an, wenn es um's bezahlen ging. Er war eben schon einige Jahre pensioniert und in einigen Dingen schon etwas zerstreut......so fragte er mich immer, warst du bei mir in der Schule ? Ich schaute ihn jeweils treuherzig an und antwortete; ja Herr Lehrer. Aber das ist halt schon lange her und jetzt bin ich eine mittellose Künstlerin......! Es funktionierte. Ich bekam " Künstler - Rabatt ". Noch schnell einen Griff in das Bonbon Glas und wieder über die Strasse in unsere Praxis zurück.

Zuhause in meinem " Garten - Haus - Atelier " arbeitete ich mich dann durch die Kunstbücher hindurch. Von Vorne nach Hinten und von Hinten nach Vorne. Bei jedem Maler der mich interessierte oder interessiert, beginne ich das Studium seiner Kunst, mit seiner Biographie. Ich will wissen, was er für ein Leben hatte. Ich muss seine Seele ergründen. Was er dachte, was er fühlte, mit welchen Problemen er sich auseinander setzen musste......Die Technik des Pinselstrichs, die Komposition des Bildes und der Farben sind für mich zweitrangig. Das heisst üben, üben, üben bis zum Umfallen.  Fertig !  So war es auch beim Studium von Klees Kunst. " Akademische Kunst - Erläuterungen " von akademisch geschulten Kunstexpertinnen / Experten bringt mir gar nichts. Ich bin M a l e r i n ich schaue ein Bild mit anderen Augen an ! !  Der Schlüssel zu Klees Kunst findet man in der Natur. Auch Klee war ein excellenter Beobachter, ein scharfsinniger und tiefgründiger Denker und ein Mensch mit einem " poetischen " Humor. Man muss sich Zeit nehmen für seine Kunst.Damit man " das Wachsen, das Fliessen, das Schweben....." in seiner Kunst erkennt ! Aus Bewunderung und Respekt, habe ich ihm eine kleine Bilder - Serie gewidmet.

 

Die Beschreibung des Bildes und die Preisangabe findet ihr in     Shop/NeoPrimitiveKunst/Seite1

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