Neo - Primitive Kunst / Acryl figurativ: Das Atelier

Bis zum heutigen Zeitpunkt hatte ich verschiedene Ateliers. Das begann schon in der Schulzeit. Ich las gerne Bücher. Erst waren es Kinderbücher, dann Bücher von Karl May. Das veränderte mein Leben. Das Fahrrad wurde mein Pferd, mein Hund wurde ein " Scout - Hund " und mein Kinderzimmer wurde meine Blockhütte. In stundenlanger Arbeit bemalte ich Packpapier mit Oelkreide. Das Muster:

" Kanadische Fichte. "  Ich schusterte mir Mokassin - Schuhe und wollte hartnäckig nur noch in diesen herumlaufen. War ich doch jetzt

" die weisse Taube ". Dies war zu einer Zeit, als man im TV ab und zu Berichte aus Indianer Reservaten zu sehen bekam. Kämpferisch hielt ich im Wohnzimmer auf einem Stuhl meinen Eltern eine Rede. Ich war wild entschlossen diesen Indianer zu helfen und überhaupt, später einmal käme wirklich nur ein Indianerhäuptling in Frage zum Heiraten. Soo !  Meine Eltern waren völlig überfordert mit diesem " Kuckucks - Kind " . Als ich mein Bett durch eine Hängematte ersetzen wollte, war das Fass voll. Meine Eltern sprachen ein Machtwort, ohne Friedenspfeife und fertig war das Indianerleben. Dies zum Thema: Kinder Atelier.

Viele Jahre später, war die Küche mein Atelier. Da musste ich im Eifer aufpassen, das ich nicht den Pinsel erwischte um in der Pfanne

zu rühren. Dann wurde das Gästezimmer mein Atelier. Das hatte verschiedene Vorteile. Ein Vorteil war, das Zimmer hatte eine Türe. Ich befinde mich als Künstlerin immer in " zwei Phasen " !  Die Erste ist  " die Brüt - Phase " .  Ich hirne und brüte an meiner Idée zu Bilder, Halsketten, Skulpturen......Da ist das Atelier aufgeräumt und die Türe offen. Die Zweite Phase ist  " die kreativ und arbeits Phase " . Ich brauche Bücher, Farben,Pinsel, Ton, Papier, Schere, Leim, Metallschrott, Knöpfe.......Da herrscht im Atelier das totale Chaos und Niemand darf es betreten bis mein Kunstwerk fertig ist. Die Tür ist geschlossen !  Zu meiner Verteidigung habe ich zusagen, Picasso hatte es genau so......! ! !    Ein anderer Vorteil war, ich konnte in der Nacht malen und in meinem  " Farben - Geruch und Rausch " schlafen. Nein, nein liebe Leute, mein Mann vereinsamte im Schlafzimmer schon nicht......aber er sah die Notwendigkeit eines Ateliers ein und er baute mir im Garten ein grosses Gartenhaus. Na, wenn das nicht Liebe ist !  So hatte ich nun mein erstes " richtiges Atelier "  ein Garten - Haus - Atelier. Ich war hin und weg !

Ich fühlte mich " fast wie ein echter Maler am Montmartre ". Ich malte wie besessen. Es war eine produktive und glückliche Zeit für mich. So reifte immer mehr der Wunsch in mir, meinen medizinischen Job an den Nagel zu hängen und ein Leben als freie, unabhängige Malerin zu leben. Dieses Leben konnte ich in der Schweiz nicht verwirklichen. Jedenfalls nicht so, wie ich es mir vorstellte. Also beschloss ich auszuwandern. Ich hatte Glück, mein Mann kam mit und er hat es bis zum heutigen Tag keine fünf Minuten bereut !  Das Ziel war klar, es musste Katalonien sein. Es ist ein wunderschönes Gebiet in Spanien und seit vielen Jahren ein Anziehungsort für Einwanderer.  Das Auswandern war " kein Sonntags Ausflug ". Im Gegenteil, das war für mich  " eine Riesen - Zirkus - Nummer " !

Wir dachten, wir würden erst mal in einem grossen Wohnwagen das Land bereisen. Beim Wohnwagen - Händler wusste ich noch nicht, wie ich dies alles " auf die Reihe kriege....."  Also:   Ich brauchte einen Wohnwagen zum Wohnen, einen für mein Atelier, ( Farben, Pinsel, Kunstbücher, Leinwände....) einen für die Küche ( Geschirr, Gläser, Kochbücher, Geschirr für Gäste.....) einen für die Hunde ( nur noch zwei Stück ) einen für all die verschiedenen Utensilien zum Putzen und das Bügelbrett, ach ja, die Zimmerpflanzen und einige Gartentöpfe mussten auch noch mit......Mein Mann und der Wohnwagen Verkäufer sahen sich nur an und grinsten....! ich war einem Herzinfarkt nahe....! Aber ich habe es gelernt: Ballast abwerfen ! Es war nicht einfach für mich. Zumal ich nicht nur eine Malerin bin, sondern auch eine Sammlerin.....

Es kostete mich einige Tränen ! Aber allmählich stellte sich bei meinem Mann und mir das Gefühl ein wonach wir suchten:  Freiheit  ! ! !

Das " Zigeuner Leben " im Wohnwagen dauerte bei uns gerademal ein Jahr. Dann wussten wir Beide, das wir Wurzeln haben und ein festes Zuhause brauchen. Nun steht unser Wohnwagen auf einem Campingplatz für Dauermieter mitten in der Natur, umgeben von Pinien und Steineichen und Weinreben.....sehr gut !

Ich habe wieder " ein Garten - Haus - Atelier " und das Schönste, ich kann wieder sammeln......

 

Die Beschreibung zum Bild und die Preisangabe findet ihr in    Shop/NeoPrimitiveKunst/Seite1

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